Leisstungsdruck - und seine Folgen

Leistungsdruck und deren Folgen                                         17.12.2013

 

 

Jeder Schüler wird es kennen: Ein Blick auf die Klausurtermine und sofort ist jene Euphorie dahin. Würde man doch gerne lieber mit Freunden ins Kino gehen oder einfach auf dem Sofa faulenzen, man kommt nicht drum herum. Hat man sich doch zum Schreibtisch bewegen können, weiß man gar nicht wo man anfangen soll, Mathematik, Deutsch oder Englisch. Lehrer setzen besonders vor den Ferien Termine für Arbeiten und Referate eng beieinander, ganz nach dem Motto: Nach den Ferien ist vor den Ferien. Natürlich kann man den ganzen Stress bewältigen aber das kostet eine Menge Nerven und nagt extrem an der Psyche. Bei dem Wort „Stress“ sind wir nicht weit von der Krankheit „Burnout“ (engl. Ausgebrannt), dies ist eine Krankheit die durch Stress verursacht wird. Man ist psychisch „ausgebrannt“.

 

Um euch klar zu machen was die Folgen von extremen Lerndruck sind, erzähle ich euch meine eigene Geschichte davon wie es mir erging mit dem ganzem Stress, wie sich ziemlich alles verändert hat und davon was dagegen tun kann. Mein Name ist Dominic Böhnke, ich bin 17 Jahre alt besuche die 12.Klasse der Gymnasialen Oberstufe eines Beruf Kollegs mit den Schwerpunkten Informatik und Mathematik. Ich hab das erlebt, wovor alle Schüler Angst haben: Leistungseinbruch, schlaflose Nächte und eine Menge Stress. Es fing alles vor rund einem Monat an. Die Klausuren wurden laut Plan innerhalb 1½ Wochen geschrieben (8 Fächer). Nach dem Motto, Augen zu und durch, musste ich wohl oder übel mit dem Stoff den ich aus dem Unterricht „mitgenommen“ hatte versuchen einer einiger Maßen vernünftige Arbeit schreiben. Schon der Anblick der Aufgaben machte mir Sorgen, der letztendliche Zusammenbruch kam dann als ich absolut keine Ahnung hatte was ich in der letzten Aufgabe machen sollte. Ich war frustriert, genervt und sauer zu gleich. Ich nahm die leeren Zettel legte sie vorne auf das Lehrerpult, packte meine Sachen und verließ den Raum und das nach nur 15 Minuten Arbeitszeit. Ich fuhr direkt nach Hause in dem Wissen das ich somit 4 Stunden Unterricht schwänze würde, was mir da aber total egal war. Zuhause angekommen ließ ich meinen Frust an den Gegnern in einem Computerspiel aus, dies beruhigte mich aber auch nur für den Rest des Tages. Geschlafen hab ich in der darauffolgenden Nacht wenig bis gar nicht, denn ständig sah ich meine leere Arbeit vor mir. Wie gut das es Freitag war… Das Wochenende hatte einen faden Beigeschmack bei dem Gedanken meiner Mathearbeit. Im Verlauf der nächsten Woche nahm mich immer mehr die Motivation irgendwas für die Schule zu tun, anstatt meine Noten zu verbessern, nutze ich den Unterricht mehr zum Schlafen oder beschäftigte mich mehr mit meinem Smartphone welches ich nicht nur einmal von meinem Lehrer abholen durfte. Wochen darauf war ich sogar soweit die Schule für 2 Stunden morgens zu schwänzen damit ich länger schlafen konnte, meinen Eltern habe ich erzählt ich hätte kurzfristig die ersten beiden Frei gehabt. Dass das spätestens bei dem Halbjahreszeugniss auffällt hab ich nicht bedacht. Um es in einem Satz zusammen zu fassen bestand mein Tag in der Schule eher daraus mit meinem Handy zu spielen als mich im Unterricht zu verbessern. Den absoluten Super-GAU kam mit der nächsten Klausurphase: Ich konnte nichts, rein gar nichts. Es war mir auch egal, ich hatte mich schon nach einer anderen Schule erkundigt. Da mir Informatik keinen Spaß mehr machte, forschte ich im Internet nach anderen interessanten Bildungsgängen. Eine Ausbildung kam für mich nicht in Frage da ich mich selber und meine Eltern stolz machen wollte, obwohl diese das nicht von mir erwarten und sich sogar mehr darüber gefreut hätten wenn ich eine Ausbildung gemacht hätte. Ich fand einen Bildungsgang der wohl das absolute Gegenteil von Informatik ist – Sportabitur. Dieser schien eigentlich das gleiche zu sein vom Prinzip her nur mit den Leistungsfächern Biologie und Sport. Alleine beim Durchlesen des Flyers wollte ich nur noch eins: Wechseln. Es ging gar nix mehr in Punkto Mitarbeit, Pünktlichkeit und Lernen. Zwischenzeitlich hab ich ausreden für meine Mutter benutzt damit sie mich in Ruhe lässt. Auf keinen Fall konventionell aber mir war das egal. Ich war soweit das ich selbst bei Klausuren zuhause geblieben bin. Das diese Masche nur auf einen bestimmten Zeitraum bei meiner Mutter ziehen würde war mir genau so klar. Es musste nur bis zu meinem 18.Geburtstag Ende Februar reichen, denn ab da an könnte ich mich selber entschuldigen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich nie bei der Sache – warum auch, ich wusste was ich wollte. Auch wenn ich nach außen hin Gleichgültigkeit und Zufriedenheit ausstrahlte, nagte es sehr an meiner Psyche. Ich kam mir vor wie ein Versager, zwar wusste ich das ich eine 2.Chance bekommen würde aber trotzdem, zusehen zu müssen das ich mich selber nicht dazu aufraffen konnte wenigstens irgendetwas für die Schule zu tun. 3 Tage vor den Weihnachtsferien bat ich meinen Jahrgangsstufenleiter um ein Gespräch bezüglich meiner Situation. Dieser lud mich auf einen Kaffee ein und wir unterhielten uns

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fortsetzung folgt

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